Bei pro-palästinensischen Demonstrationen in Italien ist es am Montag in Mailand zu schweren Ausschreitungen gekommen. Vor der Stazione Centrale attackierten Demonstranten die Polizei mit Steinen, Flaschen und Rauchbomben. Einsatzkräfte setzten Tränengas ein. Nach Angaben der Behörden wurden rund 60 Polizisten verletzt, 23 mussten ins Krankenhaus gebracht werden.
Die Staatsanwaltschaft Mailand wertet derzeit Videoaufnahmen aus. Bis Dienstagmittag wurden fünf Personen festgenommen, darunter zwei Minderjährige, berichtet die italienische Presseagentur ANSA. Vorgeworfen werden Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Sachbeschädigung und Körperverletzung. Weitere Identifizierungen sind angekündigt.
Ministerpräsidentin Giorgia Meloni schrieb auf X: „Die Bilder, die aus Mailand kommen, sind schändlich: selbsternannte ‚Pro-Pal‘, selbsternannte ‚Antifa‘, selbsternannte ‚Pazifisten‘ verwüsten den Bahnhof und liefern sich Zusammenstöße mit den Ordnungskräften“ Gewalt und Zerstörung hätten nichts mit Solidarität zu tun. Die Schäden würden letztlich die italienischen Bürger treffen. Meloni forderte die Organisatoren des Streiks und alle Parteien auf, die Ausschreitungen klar zu verurteilen. Mailands Bürgermeister Giuseppe Sala sprach von „Vandalismus durch gewaltbereite Gruppen, der der Sache in Gaza sicher nicht hilft“. Innenminister Matteo Piantedosi nannte die Angriffe einen „gezielten Angriff auf die Polizei“.
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