Friedrich Merz ließ sich wieder einmal in Deutschland blicken. Der Kanzler bekannte jüngst, er verfolge den Streit in seiner Koalition aus dem Augenwinkel. Wer mag es ihm verdenken! Schließlich sind in Washington, Brüssel und Luxemburg alle Augen auf ihn gerichtet. Da muss er zurückblicken ins Auge der Geschichte und kann nur zwischendrin kurz auf die deutschen Verhältnisse schielen.
Ein Interview im Ersten sollte nun die Kehrtwende einleiten. Friedrich Merz wollte bei „Maischberger“ eine Botschaft platzieren: dass Friedrich Merz sich um Deutschland kümmert.
Friedrich Merz im Interview bei Sandra Maischberger.
Entstanden ist ein anderer Eindruck: dass Friedrich Merz agiert wie ein Aufsichtsratsvorsitzender der Bundesrepublik Deutschland AG. Er will mit Details nicht belästigt werden. So ist das Amt des Kanzlers nicht gedacht.
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