Nach der „Reform“ ist vor der „Reform“ – der Medien-Hickhack um Nichts geht weiter

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Nach der „Reform“ ist vor der „Reform“ – der Medien-Hickhack um Nichts geht weiter
Bildquelle: Tichys Einblick

„Die Kriminalpolizei warnt: Nepper, Schlepper, Bauernfänger“ – war der Untertitel der von Eduard Zimmermann für das ZDF konzipierten Sendung zur Tätersuche. Das Wortspiel wurde bald bekannter als der Titel der Sendung: „Vorsicht, Falle!“ Außer Schlepper in der lebensgefährlichen Migrantenschleusung übers Meer statt einfach mit Passagierflügen sagen die drei Worte der heutigen Generation nichts mehr.

Nepper nehmen gutgläubige Mitmenschen beim Geld –«neppen» sie wie heute Trickbetrüger. Schlepper locken ihre Opfer in gewagte, aber angeblich lohnenswerte Unternehmungen (ähnlich wie «Nepper»), und/oder «schleppen» nichtsahnende Opfer in gefährliche Örtlichkeiten oder Umstände. Dabei werden sie dann um Hab und Gut gebracht. Bauernfänger ist ein Begriff aus dem alten Berlin. Sie schauten auf Bahnhöfen nach Opfern, die aus der «Provinz» kamen. «Bauern» galten als naiv, brachten nicht selten Geld mit in die Großstadt für Einkäufe oder Geschäfte. Auf dieses Geld zielten die «Bauernfänger». Sie gingen geschickt auf sie zu und nutzten ihre Unerfahrenheit, ihnen blieb oft nicht einmal das Geld für die Rückfahrt.

Als Kraftmeier verkündet Kanzler Merz Reformen. Als lahmer Verteidiger hüstelt Fraktionvormann Spahn, mehr „Entlastung“ wäre in dieser Haushaltslage nicht drin. Wie viele Milliarden mehr bei der Belastung, also Abzockerei, der Steuerbürger und Firmen in die Staatskasse kommen, als nur teilweise und mickrig klein ganz wenigen zugewiesen wird, verschweigt er. – Nepper, Schlepper, Bauernfänger.

Was die NichtRegierungsKoalition als „Reformen“ will, wissen die meisten laut Forsa für RTL und ntv nicht. Nur 30 Prozent gaben an, im Großen und Ganzen zu wissen, was beschlossen wurde. Sieben von zehn Bürgern (70 Prozent) sind die meisten Maßnahmen nicht klar. Nur 28 Prozent glauben an eine Verbesserung der schwierigen wirtschaftlichen Lage. Lediglich ein Prozent erwartet eine deutliche Verbesserung. Zwei Drittel (65 Prozent) gehen von so gut wie keinen Auswirkungen aus. Von denen, die nach eigener Einschätzung gut informiert sind, erwarten 38 Prozent eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage, 63 Prozent glauben nicht an nennenswerte Effekte. – Nepper, Schlepper, Bauernfänger.

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