Friedrich Merz, mit einem bunten Schal um den Hals, der ihn wohl als Fan des 1. FC Katholikentag ausweisen sollte, sagte auf dem Katholikentag in Würzburg, er versuche Menschen ihre Zukunftsängste, die weit verbreitet seien, zu nehmen. „Ich weiß“, fügte er dann sofort hinzu, „dass ich in meiner Kommunikation etwas verbessern muss, damit diese Botschaft besser verstanden wird“. Und diese Aussage, dass er seine Kommunikation verbessern müsse, bestätigte er sofort.
Durch den weltweiten Erfolg seiner Aussage in einer Schule – als er seinem Drang, sich den Schülern als wirklich cooler Typ zu präsentieren nicht widerstehen konnte und Trump als planlosen und vom Iran gedemütigen minderbemittelten Gernegroß darstellte – beflügelt, ging Merz sofort wieder in die Vollen. Er würde seinen Kindern derzeit abraten „in die USA zu gehen“. Und einmal so schön im Plappern, ging es fröhlich weiter. Er wäre ein großer Bewunderer Amerikas. Aber, so fügte er an, seine Bewunderung würde im Augenblick nicht zunehmen. Er begründet das etwas unscharf mit dem sich dort seiner Meinung nach schnell entwickelnden „gesellschaftlichen Klima“: „Ich würde meinen Kindern heute nicht empfehlen, in die USA zu gehen, dort ausgebildet zu werden und dort zu arbeiten. Einfach weil sich dort plötzlich ein ‚gesellschaftliches Klima‘ entwickelt hat.“
Merz, das Kommunikationsgenie, hat es selbstverständlich vermieden, seinen Zuhörern zu erklären, was er unter „gesellschaftlichem Klima“ versteht. Er hoffte wahrscheinlich nicht zu Unrecht, dass seine katholisch-woken Zuhörer ihn schon verstünden, wenn er etwas von Trump, USA und Klima und Gesellschaft raunt.
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