Wieder ein Messer. Wieder ein Täter, der eigentlich gar nicht frei hätte herumlaufen oder überhaupt nicht mehr hätte hier sein dürfen. Wieder eine Gesellschaft im Reflex. Wir müssen jetzt reden – über toxische Männlichkeit. Auch, oder gerade weil der Täter in Hamburg diesmal eine Frau war, was ja bekanntlich die Ausnahme darstellt, die lediglich die Regel bestätigt.
Dass sich ihr ausgerechnet ein Syrer in den Weg stellte, lässt die Champagnerkorken knallen und ideologie- und moraltrunken den impliziten Widerspruch überrollen.
Die Reaktion auf die dramatisch zunehmenden Gewalttaten folgt einem festen dramaturgischen Muster. Man betrauert die Opfer, aber vermeidet jede ehrliche Debatte darüber, auf welche Verhältnisse wir hier eigentlich zusteuern. Man deutet um, rationalisiert, verschiebt. Wenn der Täter ein Migrant ist, wird die Diskussion ins Abstrakte gelenkt. Die ethnische, kulturelle, religiöse oder aufenthaltsrechtliche Dimension der Tat? Tabu. Es wird getwittert, gewarnt, appelliert. Neue Awareness-Kampagnen entstehen, neue Beratungsstellen, neue Empathieformate, neue Integrationsangebote. Was nicht folgt, sind vernünftige Konsequenzen.
WM 2026 in USA: Fifa-Skandal! Trump ruft Infantino an! Sperre für US-Spieler aufgehoben I WELT LIVE











