Messerattacke in Zug: Englische Polizei geht nicht von Terroranschlag aus

vor 8 Monaten

Messerattacke in Zug: Englische Polizei geht nicht von Terroranschlag aus
Bildquelle: Apollo News

Die britische Polizei hat auf einer Pressekonferenz am Sonntag erste Erkenntnisse zu dem Messerangriff im Osten Englands bekannt gegeben. Nach Angaben des leitenden Ermittlers, Superintendent John Loveless, liegen derzeit keine Hinweise darauf vor, dass es sich um einen terroristischen Angriff handle. Am Samstagabend hatten zwei Männer in dem Zug von Doncaster in Richtung London zehn Menschen verletzt, neun davon mutmaßlich lebensgefährlich. Huntingdon liegt in der Grafschaft Cambridgeshire, rund hundert Kilometer nördlich von London.

„Es wäre zum jetzigen Zeitpunkt nicht angemessen, über die Hintergründe des Vorfalls zu spekulieren“, erklärte Loveless auf der Pressekonferenz. Zuvor hatte die britische Polizei die Attacke als „schwerwiegenden Vorfall“ eingestuft. Man hatte Spezialisten der britischen Anti-Terror-Einheit vorsorglich hinzugezogen. Augenzeugen sprachen von blutigen, schrecklichen Szenen in dem Zug, manche hielten den Angriff zunächst für einen Halloween-Streich.

Gegen die beiden festgenommenen Tatverdächtigen wird jetzt wegen versuchten Mordes ermittelt. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich laut der englischen Polizei um zwei Briten: einen 32-jährigen schwarzen Briten sowie einen 35-jährigen britischen Staatsbürger karibischer Herkunft. Bei einigen der Opfer folgte am Sonntag auch schon die erste Entwarnung. Vier Betroffene konnten das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen. Von den zehn Verletzten befinden sich zwei allerdings weiterhin in lebensbedrohlichem Zustand. Tote gibt es bislang nicht.

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