Miese Bilanz der Bundesagentur für Arbeit: Wann ist Andrea Nahles endlich arbeitslos?

vor 12 Monaten

Miese Bilanz der Bundesagentur für Arbeit: Wann ist Andrea Nahles endlich arbeitslos?
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Immer teurer, immer ineffizienter: Die Bundesagentur für Arbeit bringt dramatisch wenige Menschen in Lohn und Brot. Der Fisch stinkt vom Kopf her – seit 2022 leitet die Sozialdemokratin Andrea Nahles die aufgeblähte Behörde.

113.000 Beschäftigte hat die selbstverwaltete Bundesoberbehörde, die allein Personalkosten von 5,6 Milliarden Euro verzeichnet – vor zehn Jahren waren es noch 3,9 Milliarden. Unter der Führung von Andrea Nahles wuchs der Personalbestand auf rund 101.000 Vollzeitstellen (2015: 96.300). Die allermeisten der Behördenmitarbeiter sind allerdings mit reiner Verwaltung beschäftigt. Im Grunde verwalten gut 87.000 Beamte gerade mal knapp 14.000 Vermittler. Letztere werden immer weniger: Die Zahl der Vollzeitstellen für die Vermittlung sank von 19.593 (2015) auf 13.942 (2024), also um rund 30 Prozent.

Davon sind allerdings immer weniger Vermittler: Die Zahl der Vollzeitstellen für die Vermittlung sank von 19.593 (2015) auf 13.942 (2024), also um rund 30 Prozent.Und die direkten Vermittlungen durch die Bundesagentur für Arbeit (BA) selbst sind völlig eingebrochen. Im Jahr 2015 fanden noch 13,2 Prozent aller Jobwechsel durch Vermittlungsvorschläge der BA statt – 2024 sind es nur mehr 4,9 Prozent. Ein Rekord-Tiefstand. Die knapp 14.000 verbliebenen Vermittler schaffen im Schnitt jeder nur noch sechs erfolgreiche Job-Vermittlungen im Jahr (87.000 Vermittlungen, früher waren es 300.000), beschaffen also alle zwei Monate einem (!) Arbeitssuchenden einen neuen Arbeitsplatz.

Früher waren es jährlich immerhin noch 15. Viele kamen nicht einmal auf dem regulären Arbeitsmarkt unter, sondern etwa in Minijobs oder Maßnahmen. Insgesamt brachte eine 101.000-Beamten-Behörde im Jahr 2024 also gerade mal 87.000 Jobsuchende in Lohn und Brot.

Die BA wusste dazu lediglich mitzuteilen, die Vermittlungsquote umfasse „nur einen kleinen Aspekt unserer vielfältigen Unterstützungsleistungen“, zu denen etwa die Berufsberatung gehöre.

Wie der Sozialökonom Bernd Raffelhüschen zu Bild sagte: „Die Bundesagentur für Arbeit ist ein Moloch mit unglaublich hohen Verwaltungs- und Personalkosten.“ Mit dem gigantischen Etat von rund 46,5 Milliarden Euro kommt die BA nicht einmal aus, gab rund 1,3 Milliarden Euro zu viel aus, die durch eine Entnahme aus der schrumpfenden Rücklage ausgeglichen werden müssen.

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