Es macht offenbar keinen richtigen Spaß mehr, in Sachen Klimaklimbim Geld zu verdienen. So steigt folgerichtig der weltgrößte Rückversicherer Munich Re aus vier internationalen Klimainitiativen aus – darunter der Net Zero Asset Owner Alliance, die von 86 Großinvestoren getragen wird. Begründet wird der Rückzug mit „wachsender Rechtsunsicherheit“ und „uneinheitlichen regulatorischen Vorgaben in verschiedenen Ländern“.
So kann man es auch ausdrücken. Die Entscheidung wird als Kurskorrektur verkauft: Munich Re will künftig eigenständig über Klimaziele entscheiden und betont, man könne „fokussierter und zielgerichteter“ handeln – ohne internationale Bündnisse.
In einem Interview mit dem Handelsblatt äußerte sich Vorstandschef Joachim Wenning zuletzt ungewohnt deutlich: Die Vielzahl an Klimaberichtspflichten habe bislang kaum zur tatsächlichen Reduktion von Emissionen geführt. Er bezeichnete einen höheren CO2-Preis als einzig wirksames Instrument. Der sei jedoch politisch nicht durchsetzbar.
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