Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die SPD-Spitze nach den Kundgebungen zum 1. Mai zur Rückkehr in die Regierungsarbeit aufgefordert. In der ARD-Sendung „Caren Miosga“ sagte Merz mit Blick auf SPD-Chefin Bärbel Bas und SPD-Chef Lars Klingbeil, er hätte „gerne gesehen, dass Frau Bas und auch Lars Klingbeil nach diesen Demonstrationen jetzt zur Arbeit im Kabinett auch zurückkehren, auch emotional“.
Bei den 1.-Mai-Kundgebungen zielten Bas und Klingbeil erkennbar auf Merz und die Union. Bas nannte es „zynisch und menschenverachtend“, den Sozialstaat als verzichtbaren Ballast darzustellen. Auch Klingbeil setzte eine Spitze gegen Merz. Es sei falsch, wenn Beschäftigte sich aus Politik und Wirtschaft anhören müssten, sie seien faul, ließen sich zu oft krankschreiben oder genössen eine „Lifestyle-Teilzeit“.
Auf die Frage, ob sich diese Kritik gegen ihn richte, reagierte Merz ausweichend. „Da müssen Sie Frau Bas fragen, ob sie mich meint“, sagte der Kanzler. Er selbst sehe sich davon nicht betroffen: „Nein, das tue ich nicht. Da wird auch überzogen.“ Der 1. Mai sei „so ein Tag, an dem man das auch mal tun darf“. Er appelliere an alle, „jetzt etwas maßvoll in der Sprache zu bleiben“ und die Themen anzugehen, „die wir gemeinsam angehen müssen“.
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