Nach Trump-Druck: Jetzt eskaliert Mexiko widerwillig seinen Krieg gegen die Drogenkartelle

vor 4 Monaten

Nach Trump-Druck: Jetzt eskaliert Mexiko widerwillig seinen Krieg gegen die Drogenkartelle
Bildquelle: Apollo News

Jahrelang spielte sich der Kartellkrieg in Mexiko und im Süden der USA größtenteils unter dem Radar der Weltöffentlichkeit ab. Doch der Tod des Drogenbarons Nemesio „El Mencho“ Oseguera Cervantes infolge eines Einsatzes der mexikanischen Behörden am Sonntag hat den Krieg plötzlich ganz offen zutage treten lassen: In ganz Mexiko kommt es derzeit zu Unruhen, verursacht durch Mitglieder von Osegueras Kartell, dem „Jalisco Nueva Generación“ (CJNG).

Kurz nach dem Tod ihres Anführers infolge einer versuchten Verhaftung durch mexikanische Behörden riegelten die Kartellmitglieder landesweit Straßen ab, zündeten Autos an, überfielen Geschäfte und stürmten Gebäude. Im Bundesstaat Jalisco, also der Machtbasis des Kartells, insbesondere in dessen Hauptstadt Guadalajara und sogar in Urlaubsorten wie Puerto Vallarta, kam es am Sonntag zu bürgerkriegsartigen Szenen. Daraufhin wurden zahlreiche Veranstaltungen abgesagt, gleichzeitig wurden landesweit Sicherheitskräfte mobilisiert, um wieder für Ordnung zu sorgen.

Es ist eine bekannte Taktik von Kartellen, auf staatliche Aktionen gegen den Drogenhandel mit massiver Gewalt zu reagieren – damit sollen Behörden und die Zivilbevölkerung eingeschüchtert werden. So geschehen beim Culiacán-Aufstand 2019: Nach der Verhaftung des Sohnes des Anführers des Sinaloa-Kartells, Joaquín „El Chapo“ Guzmán, kam es zur Eskalation in Culiacán, nämlich zu stundenlangen Feuergefechten zwischen Kartell und Behörden und zu mehreren Todesopfern. Wenige Stunden später wurde „El Chapos“ Sohn, Ovidio Guzmán López, wieder freigelassen.

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