In Großbritannien hat die Richterin Nirmal Shant ein Verbot zur Veröffentlichung des Migrationshintergrunds eines pakistanischen Asylbewerbers verhängt, der wegen der Vergewaltigung eines 18-jährigen Mädchens angeklagt war. Darüber berichteten mehrere britische Medien. Der 28-Jährige wurde nun in zwei Fällen wegen Vergewaltigung verurteilt. Zuvor lebte er unter anderem in Deutschland und Italien.
Der am Montag verurteilte Pakistaner Sheraz Malik wurde für schuldig befunden, ein Mädchen im Juni vergangenen Jahres im Sutton Lawn Park in der britischen Stadt Sutton-in-Ashfield zusammen mit einem Freund vergewaltigt und misshandelt zu haben. Auf die Frage, warum er die Teenagerin vergewaltigt habe, antwortete Malik: „Was hätte ich denn sonst tun sollen?“.
Als Begründung für das richterliche Berichterstattungsverbot führte Shant an, öffentliche Debatten über die Herkunft des Angeklagten wären ein „erhebliches Risiko einer Beeinträchtigung der Rechtspflege“. Es wurde verhängt, nachdem der für den Wahlkreis, in dem der Sutton Lawn Park liegt, verantwortliche Reform-UK-Abgeordnete Lee Anderson die Herkunft des Vergewaltigers entgegen der Anordnung zur Geheimhaltung durch die Polizei veröffentlicht hatte.
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