Die Getriebe- und Antriebstechnik Wernigerode GmbH (GAW) sowie die Schlote Harzgerode GmbH mussten Insolvenz anmelden. Beide Betriebe sind Teil der Hildesheimer Schlote-Gruppe, die insgesamt rund 1.500 Mitarbeiter weltweit beschäftigt.
Auslöser dieser dramatischen Entwicklungen sind finanzielle Schwierigkeiten des Mutterkonzerns, wie Medien übereinstimmend berichten. Dabei spielt besonders der Autokonzern Volkswagen eine zentrale Rolle. VW habe, so berichtet Volksstimme, im letzten Jahr seine zugesagten Bestellungen nicht vollständig erfüllt. Diese ausgebliebenen Einnahmen hätten die ohnehin angespannte Finanzlage weiter verschärft und schließlich zur Insolvenz geführt.
Verstärkt wurden die Probleme durch den Verlust eines entscheidenden Auftrags im Umfang von rund 15 Millionen Euro, der mit der Insolvenz der Firma Hasenclever & Sohn GmbH verbunden ist. Die Schlote-Gruppe erklärte gegenüber der Wirtschaftswoche, dass nach mehreren Jahren wirtschaftlicher Herausforderungen schlichtweg keine ausreichenden Reserven mehr vorhanden gewesen seien, um einen solchen Rückschlag abzufedern. Die rund 300 Mitarbeiter beider Unternehmen sind nun vorerst laut Tag.24 auf Insolvenzgeld angewiesen. Ihre berufliche Zukunft ist unsicher.
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