Die Bundesregierung will Deutsche aus der Krisenregion ausfliegen. In Saudi-Arabien ist eine Anlage des staatlichen Ölkonzerns Aramco mit iranischen Drohnen angegriffen worden. Die israelische Luftwaffe hat einen neuen Angriff auf Ziele im Iran gestartet.
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US-Präsident Donald Trump hat am Montag im East Room des Weißen Hauses eine feierliche Verleihung der „Medal of Honor“ genutzt, um den laufenden Militärschlag gegen den Iran zu verteidigen. Während er drei Soldaten ehrte – den Vietnam-Veteranen Terry P. Richardson sowie posthum den Zweiter-Weltkrieg-Helden Master Sgt. Roderick W. Edmonds und den 2013 in Afghanistan gefallenen Staff Sgt. Michael Ollis –, ging er ausführlich auf den Nahost-Konflikt und die Angriffe auf den Iran ein. Im Zentrum seiner Ansprache stand die Rechtfertigung der amerikanischen Luftschläge. Die USA hätten iranische Anlagen „mit großer Wucht zerstört“, sagte Trump. Dennoch habe das Regime versucht, an anderer Stelle weiterzumachen. Dann folgte der zentrale Vorwurf: „Sie haben unsere Warnungen ignoriert und sich geweigert, ihr Streben nach Atomwaffen zu beenden.“
Ein atomar bewaffneter Iran mit Langstreckenraketen wäre nach Trumps Worten eine „gewaltige Bedrohung für Amerika“. Den Atomdeal der Obama-Regierung nannte er erneut ein „schreckliches, gefährliches Dokument“. Hätte er nicht eingegriffen, „hätten sie vor drei Jahren Atomwaffen gehabt. Aber ich werde das nicht zulassen.“
Kein Hauch von Langeweile: US-Präsident Donald Trump am Montag im Weißen Haus.
Klar definierte der Präsident seine drei Ziele: „Wir zerstören Irans nukleare Fähigkeiten“, ebenso das Programm für ballistische Raketen und verhindern, dass „der weltweit größte Sponsor des Terrorismus“ jemals wieder an eine Bombe komme. Sein Versprechen klang absolut: „Sie werden niemals eine Atomwaffe haben.“
Trump zeigte sich siegessicher. Die USA verfügten über „das stärkste und mächtigste Militär der Welt“ und lägen bereits „vor den eigenen Zeitprognosen“. Auf mögliche Kritik an der Dauer des Einsatzes reagierte er gelassen: „Es geht nicht um Umfragen.“ Entscheidend sei allein, dass der Iran keine Atomwaffen erhalte.
Zugleich wies er Spekulationen zurück, er könnte das Engagement schnell leid werden. „Manche sagen, ich werde in einer Woche genug davon haben“, zitierte er Kritiker, doch bei ihm würde keine Langweile aufkommen. Und weiter: „Wenn es mich langweilen würde, wäre ich jetzt nicht hier.“ Der Präsident hatte zuvor angedeutet, die Operation könne vier bis fünf Wochen dauern, betonte aber, er sei bereit, sie nötigenfalls deutlich länger fortzusetzen.
Seit Beginn der Angriffe gegen den Iran am Samstag hat die israelische Luftwaffe nach Militärangaben mehr als 600 Ziele attackiert. Ein Sprecher des Militärs teilte mit, darunter seien mehr als 20 Ziele im Umfeld iranischer Militärführer gewesen. Außerdem habe Israel nach eigenen Angaben mehr als 150 Abschussvorrichtungen beziehungsweise Einrichtungen für Boden-Boden-Raketen sowie über 200 Systeme der iranischen Luftverteidigung getroffen.
Auch im Libanon flog Israels Luftwaffe demnach weitere Einsätze. Nach Angaben des Militärsprechers wurden dort bislang mehr als 30 Stellungen der Hisbollah angegriffen. Die proiranische Miliz habe zuvor mehrere Raketen in Richtung Israel abgefeuert.
Aus dem Iran seien zudem zahlreiche Raketen und Drohnen auf Israel gestartet worden. Gleichzeitig wurden laut den Angaben auch US-Ziele in den Golfstaaten angegriffen. Israel mobilisierte nach eigenen Angaben inzwischen mehr als 110.000 Reservisten, um sich auf mögliche Kämpfe an mehreren Fronten vorzubereiten.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat betont, dass der laufende Militäreinsatz gegen den Iran aus Sicht der US-Regierung nicht auf einen Machtwechsel in Teheran zielt. Bei einer Pressekonferenz sagte er: „Dies ist kein sogenannter ‚Regimewechselkrieg‘, aber das Regime hat sich tatsächlich geändert, und die Welt ist dadurch besser dran“. Zugleich wies Hegseth die Verantwortung für den Konflikt von den USA zurück: Die USA hätten nicht den Krieg begonnen – „aber unter Präsident (Donald) Trump beenden wir ihn“.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











