Die 12-Uhr-Regel beschert Tankstellen teilweise größere Gewinne als vor der Regelung. Das zeigt eine neue Studie des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung Mannheim (ZEW) und des Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsökonomie (DICE). Vor allem unabhängige Tankstellen und kleinere Ketten erzielen größere Margen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Größere Ketten hingegen verzeichnen einen geringeren Anstieg.
Bei Superbenzin war die Gewinnmarge in den ersten zwei Wochen nach Einführung der Regel sechs Cent höher als in den zwei Wochen davor. Seit dem 1. April dürfen Tankstellen die Preise nur noch einmal täglich um 12 Uhr anheben. Der Preis kann aber jederzeit gesenkt werden. Die Regierung hatte sich dadurch eine Abschwächung des Preisanstiegs erhofft, doch stattdessen kam es zu immer neuen Höchstwerten bei den Preisaufschlägen.
Waren es Anfang April noch neun Cent pro Liter, legte Diesel am Freitagmittag um 18 Cent zu. Der Preis für E10 stieg um 15 Cent (mehr dazu hier). Die neue Studie konnte jedoch keinen eindeutigen Effekt bei den Gewinnmargen von Diesel ausmachen, weil die Margen im Beobachtungszeitraum stark geschwankt hätten, wie der Studienautor Jacob Schildknecht vom ZEW sagte. Doch es gebe Anzeichen dafür, dass es auch beim Diesel höhere Gewinne geben könnte.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











