Hauptfeind Habeck: In der Opposition und im Wahlkampf schoss die Union sich vor allem auf den grünen Wirtschaftsminister ein. Er verstünde Wirtschaft nicht, schimpften CDU und CSU. Seine Wärmepumpen-Politik verdammte man in Bausch und Bogen. Seine Bilanz aufzuarbeiten und einen Wechsel im Wirtschafts-Ressort herbeizuführen – es war eines der zentralen Versprechen von Friedrich Merz.
Der hat sich inzwischen einen Ruf als Versprechens-Brecher erarbeitet – und macht diesem auch mit der Ressortbesetzung Ehre. Katherina Reiche soll Habeck nachfolgen: Die CDU-Politikerin war langjährige Regierungspolitikerin, aktuell Energie-Managerin – und in vielen Facetten Garant für ein „Weiter-so“ in der Energiepolitik.
Eine Frau „von außen“ ist sie nicht – Reiche war langjährige CDU-Politikerin und Regierungsbeamtin, arbeitete unter anderem als Staatssekretärin im Umweltministerium unter Bundeskanzlerin Angela Merkel, als deren Vertraute sie gilt – die beiden duzen sich. Tatsächlich war und ist Reiche eine Wegbegleiterin auf den großen, energiepolitischen Irrwegen der letzten 20 Jahre. Allen voran auf dem Weg der Energiewende.
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