Wir leben in empfindsamen Zeiten. Ein falsches Wort und man ist schneller angezeigt, als man das Wort „Meinungsfreiheit“ auch nur aussprechen kann. Für Toleranz und gegen Diskriminierung zu kämpfen hat sich gar zu einem neuen Berufsbild unter freundlicher Unterstützung von Steuergeldern und zu einer ganzen Melde-, Denunzianten- und Abmahn-Branche entwickelt.
Der Kampf gegen „Hass und Hetze“ ist neue deutsche Staatsraison. Ja, im Kampf gegen falsche Worte sind wir in Deutschland ganz groß. Minderheitenschutz ist eine heilige Kuh linker Identitätspolitik und es finden sich neben exotischen, sexuellen Vorlieben mit Hang zu lustigen Pronomen auch Religionsgemeinschaften auf den Listen der zu schützenden Arten – jedenfalls wenn es die richtige Religion ist.
Ganz nach dem internationalen Woke-Gesetz kann demnach eine Mehrheit niemals auf der Seite der Opfer stehen, sie ist immer Täter. Eine Minderheit wiederum genießt in dieser Logik immer lebenslänglichen Welpenschutz, ganz egal ob sie überhaupt verfolgt wird oder gar selbst zur Gewalt greift. Tut sie es doch, ist das entschuldbar, schließlich ist sie nur im Widerstand gegen ihre Unterdrückung. Alerta!
In dieser Logik gibt es keinen Rassismus gegen Weiße, gegen Deutsche, gegen Heterosexuelle – oder gegen Christen.
Die einen sind nämlich Viele, ergo böse, die anderen wenige, also arm dran. In dieser Logik gilt es nicht wenigen als legitim, auf die heimischen Kirchen, ihr Personal und ihre Traditionen bei jeder Gelegenheit zu schimpfen und zu dreschen. Die katholische Kirche als „Kinderschändersekte“ zu bezeichnen gilt in manchen Kreisen nicht als Beleidigung, sondern als Tatsachenbehauptung, während dieselbe Behauptung gegen eine Religion, die weltweit dazu neigt bereits neunjährige Mädchen dem ehelichen Beischlaf zuzuführen, natürlich eine üble Form der „Islamophobie“ wäre und die wird von Amts wegen in staatlich finanzierten Meldestellen dokumentiert, angeprangert und geahndet. Nichts scheint weniger sexy als die Verteidigung der eigenen Tradition und Kultur. Das christliche Abendland geht gerade in freiwilliger Selbstverleugnung unter und manche freuen sich darauf.
Aus dieser Logik heraus beschweren sich dann eben grüne Bundestagsabgeordnete, wenn sie ein paar Stunden im einem Sitzungssaal der CDU/CSU-Bundestagsfraktion unter einem an der Wand hängenden Kreuz ihrer Arbeit nachgehen sollen als Verletzung ihres negativen Rechtes auf Freiheit von Religion; Da werden selbst historische Kreuze im Friedenssaal in Münster abgehängt, wie beim G7-Treffen der EU-Außenminister 2022 in Münster, um ausländische Gäste vor christlicher Restwärme zu beschützen. Da versucht man christliche Symbolik, Kreuze oder gar Bibelzitate nicht nur vom Berliner Stadtschloss, sondern überall aus der Sichtbarkeit im öffentlichen Raum zu tilgen.
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