Am Dienstag wurde die wegen der Ahrtal-Flut deutlich in der Kritik stehende ehemalige Bundesfamilienministerin Anne Spiegel zur Sozialdezernentin der Region Hannover gewählt. Die Grünen-Politikerin, die von ihrer Partei für das Amt nominiert worden war, wurde in der Regionsversammlung recht deutlich in einer geheimen Wahl mit 49 der 77 abgegebenen Stimmen gewählt. Nur 23 Abgeordnete stimmten gegen Spiegel, fünf enthielten sich. Damit ist auch klar, dass Spiegel zumindest in Teilen durch die CDU/FDP-Fraktion in der Versammlung unterstützt wurde.
Die Grünen-Politikerin steigt in die Kommunalpolitik ein und gibt damit ihr politisches Comeback. Zuvor muss sie dafür aber erst in die Region Hannover ziehen – das versprach sie zum Amtsantritt umzusetzen. Immerhin hat sie nun einen äußerst sicheren Job: Ihre Amtszeit beträgt acht Jahre.
Auch Bürger durften an der Sitzung der Regionsversammlung teilnehmen. Wie die Welt berichtet, nutzten viele die Möglichkeit, um deutliche Kritik an der Entscheidung zu üben. „Wie wollen Sie Ihren Wählerinnen und Wählern erklären, dass Sie eine grüne Politikerin aus Rheinland-Pfalz wählen, die schon in ihrer Amtszeit dort lieber in den Urlaub gefahren ist, statt sich in der größten Katastrophe, die es je in Deutschland gegeben hat, um die Betroffenen zu kümmern?“, wird etwa ein Kritiker zitiert.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











