Offshore-Windkraft liefert deutlich weniger Strom als angenommen

vor 7 Monaten

Offshore-Windkraft liefert deutlich weniger Strom als angenommen
Bildquelle: Apollo News

Offshore-Windkraft gilt als tragende Säule der Energiewende. Gemeint sind Windkraftanlagen, die nicht an Land, sondern auf hoher See errichtet werden – vor allem in der Nordsee und Ostsee. Dort weht der Wind konstanter und stärker als an Land, weshalb Offshore-Wind lange als besonders ertragreich gilt. Doch eine neue Studie stellt diese Annahme grundlegend infrage.

Forscher um Carlos Simão Ferreira von der Technischen Universität Delft kommen in einer im Fachjournal Cell Reports Sustainability veröffentlichten Untersuchung zu dem Ergebnis, dass nationale Regierungen die Leistungsfähigkeit von Offshore-Windparks systematisch überschätzen. Politische Ausbauziele lägen teils deutlich über dem, was physikalisch überhaupt erreichbar sei.

Die Studie mit dem Titel „A theoretical upper limit for offshore wind energy extraction“ wertete Betriebsdaten von 72 Offshore-Windparks in Europa aus. Auf dieser Grundlage entwickelten die Autoren ein Modell, das ein „theoretical upper limit“ – ein theoretisches Oberlimit – für die Stromerzeugung großer Windparks beschreibt.

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