Das F126-Fregattenprojekt der deutschen Marine war ursprünglich als Prestigeprojekt gedacht. Inzwischen hat sich das Vorhaben jedoch zunehmend zu einem schweren Beschaffungsdesaster für das Verteidigungsministerium entwickelt. Die neue Fregattenklasse liegt mittlerweile rund vier Jahre hinter dem ursprünglichen Zeitplan, berichtete die Financial Times. Das Bauunternehmen beschwert sich über übermäßige deutsche Bürokratie und Misskommunikation.
Mit der Großfregatte F126 sollte in Deutschland die größte Fregattenklasse der Welt entstehen. Das erste Schiff dieser Klasse, die Niedersachsen, befindet sich bereits im Bau, liegt jedoch schon jetzt deutlich hinter dem Zeitplan.
Die neue Fregatte ist für langfristige Einsätze konzipiert. Statt auf einzelne Kampfeinsätze setzt man auf eine vielseitige Nutzung. Im Zentrum steht ein modulares System, das sich für unterschiedliche Aufgaben umrüsten lässt. So könnte das Schiff etwa für die U-Boot-Jagd, Spezialeinsätze oder Drohnenoperationen eingesetzt werden. Zudem soll die F126 dank wechselnder Besatzungen bis zu zwei Jahre im Einsatzgebiet verbleiben können.
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