Plagiatsjäger Stefan Weber plädiert in einem Gastbeitrag in der Welt für eine ergebnisoffene Prüfung der Doktorarbeit der umstrittenen Verfassungsrichter-Anwärterin Frauke Brosius-Gersdorf. Die Darstellung seiner Kritik in den Medien hält er für unzutreffend und irreführend.
„Wenn man empirisch Textübereinstimmungen zwischen zwei Büchern verschiedener Autoren feststellt, die in einem parallelen Zeitraum verfasst wurden, gibt es mehrere Erklärungsmöglichkeiten: A kann von B abgeschrieben haben, B kann von A abgeschrieben haben – und beides kann der jeweils andere gewusst haben oder nicht. A und B könnten gemeinsam am Text gearbeitet haben, was immer das im Detail auch heißen mag. Oder B kann der ‚Ghostwriter‘ von A gewesen sein – oder umgekehrt“, schreibt Weber und zieht das Fazit: „Jedenfalls stimmt etwas nicht, wenn solche Übereinstimmungen gefunden werden.“
Webers Analyse, die er am vergangenen Donnerstagabend, einen Tag vor der angesetzten Wahl, veröffentlichte, zeigt: Zahlreiche Textstellen in der Doktorarbeit der Juristin und der Habilitation ihres Ehemannes stimmen überein.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











