Durch die Sitzung des NDR-Rundfunkrats geriet der Mobbing-Skandal in der Causa Klar des Senders am Freitag wieder in die Schlagzeilen. Gleichzeitig meldete sich auch die ZDF-Komikerin Sarah Bosetti auf ihrem Instagram-Account zu Wort und ging mit der bisherigen Moderatorin von Klar, Julia Ruhs, hart ins Gericht. In dem Video wirft Bosetti Ruhs unter anderem „schlechte journalistische Arbeit“ und „Populismus“ vor und lobte die Teil-Absetzung von Ruhs als Moderatorin des Formats Klar.
Überhaupt kann die Komikerin nicht nachvollziehen, weshalb es ein „dezidiert konservatives“ Format im Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk brauche: „Es gibt meines Wissens im öffentlich-rechtlichen Rundfunk kein Format, das dezidiert progressiv sein soll. Trotzdem gibt es offenbar mehr Beiträge mit liberal-progressiver Tendenz als mit autoritär-konservativer Tendenz.“ Bosetti findet für ihre These eine einfache Begründung: „Das scheint ganz von selbst zu passieren, wenn sich schlaue und kundige Menschen gewissenhaft mit Fakten auseinandersetzen.“
Diesen Fall sieht sie offenbar bei der Sendung Klar und Ruhs nicht als gegeben an. Bosettis Hauptvorwurf ist, dass direkt zu Anfang der ersten Folge des Formats, die sich mit den negativen Folgen von Migration beschäftigte, der Vater des in Brockstedt von einem Migranten ermordeten Mädchens, Michael Kyrath, zu Wort kam.
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