RBB-Intendantin fordert journalistisches „Qualitätssiegel“ für „glaubwürdige“ Inhalte

vor etwa 2 Monaten

RBB-Intendantin fordert journalistisches „Qualitätssiegel“ für „glaubwürdige“ Inhalte
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Die Intendantin des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), Ulrike Demmer, hat auf der re:publica am Mittwoch eine Art Qualitätssiegel für öffentlich-rechtliche und ausgewählte journalistische Inhalte ins Gespräch gebracht. Bei einer Diskussion mit Tagesspiegel-Chefredakteur Christian Tretbar fragte Demmer, ob es nicht eine „Public Service Intelligence“ brauche, also „eine KI, in der klar ist, alles, was da drin ist, hat einen öffentlich-rechtlichen Absender“. Möglich sei auch eine Zusammenarbeit „mit Verlagshäusern, die auch dieses Qualitätssiegel haben wollen“.

Demmer begründete den Vorstoß mit der Abhängigkeit journalistischer Anbieter von großen Social-Media-Plattformen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk müsse zwar auch dort präsent sein, „wo wir die Leute erreichen“. Auf Plattformen angewiesen zu sein, „bei denen man die Algorithmen nicht mitbestimmen kann“, bedeute aber „eine Abhängigkeit“ und lasse journalistischen Anbietern nur „ein zu kleines Maß an Einfluss“ auf die eigene Sichtbarkeit.

Demmer stellte dabei auch infrage, ob klassische Plattformen überhaupt noch die maßgebliche Zukunftskategorie sind. „Ich weiß nur nicht, ob Plattform noch die Zukunft sein wird“, sagte sie. Vielleicht sei das bereits „eine gestrige Denke“. Stattdessen brachte sie die KI-basierte „Public Service Intelligence“ ins Spiel.

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