Greta Thunberg posiert mit einem Compact-Redakteur – und landet mitten im ideologischen Sumpf. Das Foto aus Tiflis ist mehr als ein Schnappschuss: Es zeigt, wie sich grüne Klima-Ikonen und rechtsradikale Antiimperialisten im Hass auf Israel treffen – vereint durch dieselbe Hamas-Propaganda.
Kürzlich sorgte ein Foto in den sozialen Medien für Wirbel: Die Klimaaktivistin Greta Thunberg posiert mit Dominik Reichert, einem Redakteur des Magazins Compact. Aufgenommen wurde das Bild – nach Reicherts eigener Schilderung – in Tiflis (Georgien), wo Thunberg auf der Durchreise Station machte.
Compact gilt weithin als rechtsextrem – und anders als bei inflationären Etikettierungen, mit denen man zu Recht vorsichtig sein sollte, trifft diese Einordnung hier zu. Das monatlich erscheinende Magazin kultiviert einen aggressiven Anti-Amerikanismus, einen ebenso aggressiven Anti-Zionismus und die Obsession einer „deutschen Souveränität“, die angeblich gegen „imperiale Fesseln“ des Westens errungen werden müsse.
Jürgen Elsässer im Jahr 2000 bei einer Buchpräsentation – damals publizierte er noch in ausdrücklich linken Printmedien.
Herausgeber Jürgen Elsässer kommt aus der radikalen Linken, schrieb früher etwa für die Jungle World und bewegte sich im antiimperialistischen Milieu. Seine publizistische Kehrtwende besteht darin, den alten linken Antiimperialismus auf rechts zu drehen – die Erzählung bleibt, nur die Helden und Feindbilder werden ausgetauscht. In dieser Sicht erscheint Israel nicht als kleiner jüdischer Staat, der sich in seiner historischen Heimstätte vielfältigen Bedrohungen erwehren muss, sondern als Speerspitze des „US-Imperialismus“.
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