In der ARD-Satire-Sendung „extra 3“ haben Moderator Christian Ehring und der Comedian Oliver Kalkofe einen Sketch aufgeführt, der die Frage behandelte, ob man mit AfD-Wählern noch sprechen könne. Ausgangspunkt des Gesprächs war die aktuelle Umfragelage: Würde laut jüngsten Erhebungen an einem fiktiven Wahlsonntag abgestimmt, käme die AfD auf 26 Prozent – und wäre damit stärkste Kraft im Land. Moderator Ehring ließ keinen Zweifel daran, dass ihn diese Entwicklung „tierisch ankotzt“. „Spinnen die eigentlich alle?“, fragte Ehring Kalkofe.
Kalkofe antwortet zunächst, man solle mit AfD-Wählern sprechen – „also reden statt kotzen, wenn auch in hohle Gefäße“. Ehring widerspricht: „Mit Rechtsextremisten kann man doch nicht reden, auch mit Menschen, die Rechtsextremisten wählen, kann man doch nicht diskutieren.“
Kalkofe differenziert. Die Mehrheit der AfD-Wähler verstehe sich selbst nicht als rechtsextrem, sondern als „stille Mehrheit in der Mitte der Gesellschaft“. Wer sie pauschal als Nazis bezeichne, verliere sie als Gesprächspartner. Viele wählten die Partei aus „Protest, Frust und Verunsicherung“ und aus dem Gefühl heraus, dass etablierte Parteien reale Probleme nicht lösten. Figuren wie Ehring würden von diesen Wählern als „linksversiften Moderatoren-Systemling, mit Mundgeruch“ wahrgenommen.
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