Der Präsident des Reservistenverbandes der Bundeswehr, Patrick Sensburg, warnt eindringlich vor den Folgen eines möglichen Krieges und fordert eine grundlegende Stärkung der deutschen Verteidigungsfähigkeit. Nach seiner Einschätzung ist die Wiedereinführung der Wehrpflicht unausweichlich, um die Bundesrepublik im Ernstfall handlungsfähig zu halten.
„Krieg bedeutet Tod, Leid und Elend – und deshalb müssen wir alles tun, um ihn zu verhindern“, betont Sensburg, CDU-Politiker und ehemaliger Bundestagsabgeordneter. Dennoch müsse man sich auf das Schlimmste vorbereiten. „Nach Berechnungen der Bundeswehr werden im Kriegsfall pro Tag etwa 1000 Soldaten an der Front sterben oder so schwer verwundet sein, dass sie nicht mehr kämpfen können“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Diese Verluste müssten umgehend ersetzt werden – durch Reservisten und neue Kräfte aus der Bevölkerung.
Die Zahlen decken sich mit den Einschätzungen des Generaloberstabsarztes Ralf Hoffmann, der bereits vor Wochen auf eine ähnliche Größenordnung hingewiesen hatte. Hoffmann hatte erklärt, die Bundeswehr müsse sich auf bis zu 1000 Tote und Verwundete pro Tag einstellen, sollte es zu einem militärischen Konflikt zwischen der NATO und Russland kommen – bei einem konventionell geführten Krieg, ohne Einsatz taktischer Atomwaffen müsste Deutschland pro Monat also 30.000 Verluste hinnehmen, Dauert der Krieg ein Jahr, wären nach dieser Kalkulation 365.000 Bundeswehr-Soldaten tot oder schwer verwundet (bei einer jetzigen Gesamtstärke der Bundeswehr von 183.000 Soldaten).
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