Russland hat angekündigt, die aktuellen US-Vorschläge zur Beendigung des Ukraine-Kriegs „in ihrer jetzigen Form nicht zu akzeptieren“. Das erklärte der stellvertretende russische Außenminister Sergej Rjabkow in einem Interview mit dem Magazin International Affairs. Seiner Ansicht nach gehen die Pläne Washingtons nicht auf die Ursachen des Konflikts ein, die Russland als maßgeblichen Auslöser des Krieges sieht.
„Soweit wir sehen können, ist darin heute kein Platz für unsere Hauptforderung, nämlich die Probleme zu lösen, die mit den Ursachen dieses Konflikts zusammenhängen“, sagte Rjabkow. Die bestehenden Differenzen seien bislang unüberbrückbar, obwohl Russland die US-Modelle „sehr ernst“ nehme.
Im Hinblick auf einen möglichen Waffenstillstand stellt der russische Präsident Wladimir Putin eine Reihe von Bedingungen. Unter anderem fordert er, dass Kiew die Annexion der Krim sowie die Kontrolle über vier teilweise besetzte Regionen im Südosten des Landes durch Russland anerkennt. Weiterhin verlangt er den Rückzug ukrainischer Truppen aus diesen Gebieten, ein Versprechen, dass die Ukraine niemals der NATO beitreten werde, sowie eine Verpflichtung zur Demilitarisierung. In den letzten Wochen hatte Putin auch erneut einen Regimewechsel in der Ukraine gefordert.
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