Schuldenkrise: DIW-Chef Fratzscher will Goldreserven verkaufen

vor 2 Monaten

Schuldenkrise: DIW-Chef Fratzscher will Goldreserven verkaufen
Bildquelle: Tichys Einblick

In der gegenwärtigen Bundesrepublik erinnert immer weniger an die erfolgreichen Nachkriegsjahrzehnte. Zu den immer selteneren Relikten dieser Zeit gehört die Deutsche Bundesbank, die den Nostalgikern unter uns als eine Art institutioneller Fels in der gegenwärtigen Brandung gilt. In ihren Tresoren ruht – gesetzlich bislang abgesichert und von ihrem Präsidenten Joachim Nagel medienstrategisch vor politischem Zugriff geschützt – der immense Goldschatz, der zweitgrößte unter den Notenbanken dieser Welt.

Dieser weckt regelmäßig politische Begehrlichkeiten. Aber auch die Europäische Zentralbank arbeitet im Hintergrund ohne Unterlass daran, die nationalen Goldreserven unter ihre Kontrolle zu bringen und so das fragile politische Konstrukt des Duos Brüssel-Frankfurt, der EU, die in zunehmendem Maße auf die Kreditabsicherung durch die EZB angewiesen ist, mithilfe des Edelmetalls abzusichern.

Einmal verkauft, landet das Edelmetall dort, wo man sich der heraufziehenden globalen Schuldenkrise eher bewusst ist: in China, Russland und den USA. In Deutschland steigen die Staatsausgaben derzeit mit einer Wachstumsrate von beinahe sechs Prozent, die Nettoneuverschuldung dieses Jahr wird – kalkuliert man das Sondervermögen mit ein – bei etwa 4,5 Prozent liegen. Fratzscher dürfte daher nicht der Einzige sein, der nun fordert, das Tafelsilber zu verhökern. SPD-Fraktionschef Matthias Miersch flankiert Fratzscher simultan mit der Idee, angesichts der klammen Haushaltslage die Schuldenbremse vorerst auszusetzen. Als hätte jemals eine tatsächliche Schuldenbremse Bestand gehabt! Sie war stets nicht das Papier wert, auf das sie gedruckt war – ein politisches Vehikel und ein Muster ohne Wert.

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