Seit vergangenem April hat die Schweiz rigide Maßnahmen ergriffen, um die illegale Migration aus Nordafrika zu bekämpfen. Wie die Aargauer Zeitung in einem größeren Hintergrundartikel berichtet, setzt das Land jetzt auf 24-Stunden-Schnellverfahren unmittelbar an der Grenze und Rückführungsprämien für die freiwillige Ausreise von Nordafrikanern. Asyl ist dabei die Ausnahme: „Im Expresstempo lehnt der Bund Asylgesuche von Männern aus Maghrebstaaten ab“, heißt es in dem Artikel.
In die Schweiz wanderten im Jahr 2023 insgesamt 263.000 Menschen ein. Allerdings kommt mehr als die Hälfte dieser Einwanderer aus EU-Staaten wie Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich oder Spanien. Aus allen afrikanischen Ländern waren weniger als 8.000 Migranten eingereist. Insgesamt kam es im selben Jahr landesweit zu 30.000 Asylgesuchen. Werden diese positiv entschieden, können die Migranten vorübergehend in dem Land bleiben.
Nordafrikaner bei ihrer Ankunft in Europa auf Lampedusa. In der Schweiz haben die meisten keine Chance auf Asyl.
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