Die SPD-Politikerin Ute Francisco Dos Santos ist seit Jahren krankgeschrieben und erscheint deshalb seit längerer Zeit nicht zu ihrem hochdotierten Job in der Berliner Senatsverwaltung für Finanzen. Dennoch kandidiert sie für das Amt der Bezirksbürgermeisterin in Berlin-Mitte bei der Wahl im September, wie die B.Z. berichtet. Ihre Aufgaben müssen seit fast zwei Jahren andere übernehmen.
Dos Santos ist als Gremienreferentin unter dem CDU-Finanzsenator Stefan Evers für die Vorbereitung der wöchentlichen Sitzungen der Landesregierung zuständig. Die Stelle ist in die Gehaltsklasse E 15 eingeordnet und wird mit bis zu 7.641 Euro brutto im Monat vergütet.
Gegenüber der B.Z. betont Dos Santos, sie befinde sich derzeit „in einer juristischen Auseinandersetzung mit meinem Arbeitgeber“. Zugleich fügte sie hinzu, dies betreffe den Arbeitgeber nicht direkt. Die Verantwortung in der Behörde sei stattdessen auf andere verteilt worden. „Ich bin da in letzter Zeit vielen Dingen ausgesetzt gewesen“, meint sie. Ob sie ein grundsätzliches Problem mit ihrem jetzigen Vorgesetzten aus der Union hat, bleibt unklar – zumal die Behörde zuvor mehrere Jahre von den Grünen und davor von der SPD geführt wurde.
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