Selenskyj erklärte am Sonntagabend auf der Plattform X, er werde „in der Türkei auf Putin warten“, sofern dieser zu Gesprächen bereit sei. Voraussetzung dafür sei eine umfassende Waffenruhe, die ab Montag gelten solle.
Die Gesprächsbereitschaft erfolgt im Zuge zunehmenden internationalen Drucks. Führende westliche Regierungschefs – darunter Bundeskanzler Friedrich Merz, der britische Premierminister Keir Starmer, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Polens Regierungschef Donald Tusk – hatten Russland zu einer sofortigen Waffenruhe aufgefordert. Sollten keine Fortschritte erzielt werden, stehen laut diplomatischen Kreisen neue Sanktionen gegen Moskau im Raum, über die unter anderem in London beraten werden könnte.
US-Präsident Donald Trump, der sich zuletzt mehrfach frustriert über die stagnierenden Friedensbemühungen gezeigt hatte, befürwortet nun ebenfalls direkte Gespräche. Auf seinem Onlinekanal Truth Social forderte er die Ukraine auf, dem Vorschlag Putins zuzustimmen. Nur durch direkte Verhandlungen könne Klarheit geschaffen werden, ob ein realistischer Weg zu einem Waffenstillstand bestehe. Zugleich äußerte Trump Zweifel an der Aufrichtigkeit Moskaus. Putin wolle womöglich nicht wirklich Frieden, sondern lediglich politische Positionen festigen, so seine Warnung.
NATO-GIPFEL IN ANKARA: Erdogan empfängt Partner – Donald Trump trifft Selenskyj | WELT LIVE










