Signal-Affäre weitet sich aus: Ministerinnen Prien und Hubertz offenbar auf Phishing-Nachrichten hereingefallen

vor 2 Monaten

Signal-Affäre weitet sich aus: Ministerinnen Prien und Hubertz offenbar auf Phishing-Nachrichten hereingefallen
Bildquelle: Apollo News

Die mutmaßlich groß angelegte Cyberattacke auf Nutzer des Messengerdienstes Signal hat offenbar auch die Bundesregierung erreicht. Wie der Spiegel berichtet, sollen die Nutzerkonten von Bildungsministerin Karin Prien von der CDU und Bauministerin Verena Hubertz von der SPD kompromittiert worden sein. Damit weitet sich die Affäre um die Phishing-Angriffe auf die höchsten Ebenen der deutschen Politik aus.

Eine offizielle Bestätigung der betroffenen Ressorts liegt bislang nicht vor. Eine Sprecherin Priens erklärte gegenüber dem Spiegel, „zu Kommunikationsmitteln der Bundesregierung (…) keine Auskunft geben“ zu wollen. Aus dem Bauministerium hieß es demnach, für die Sicherheit interner und externer Kommunikation gälten klare Grundsätze; man äußere sich grundsätzlich nicht zu möglichen oder tatsächlichen Sicherheitsvorfällen.

Nach den vorliegenden Informationen gibt es beim Signal-Konto von Bundeskanzler Friedrich Merz keine Auffälligkeiten. Mitarbeiter des Bundesamts für Verfassungsschutz sollen den Kanzler in der Sache persönlich informiert haben. Besonders brisant ist der Vorgang auch deshalb, weil Signal in politischen Kreisen als besonders sicherer Kommunikationskanal galt. Gerade bei sensiblen Themen wurde intern häufig auf den Messenger ausgewichen. Durch die jüngsten Angriffe gerät dieses Sicherheitsverständnis nun massiv ins Wanken.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von Apollo News

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von Apollo News zu lesen.

Weitere Artikel