Ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche rückt näher: Nach Australiens hartem Schritt gegen Instagram, TikTok und Co. wächst auch in Deutschland der politische Druck, nachzuziehen. CDU und SPD diskutieren nun konkrete Altersgrenzen und technische Pläne, wie ein Verbot tatsächlich durchgesetzt werden könnte.
Seitdem Australien im Dezember ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige einführte, ist die Debatte auch in Europa nicht mehr zu bremsen. Die EU-Kommission prüft derzeit, ob und wie soziale Netzwerke für Jugendliche eingeschränkt werden könnten. In Berlin wächst parallel der politische Konsens, dass Handlungsbedarf besteht. Konkrete Pläne der Parteien gibt es auch schon.
Die SPD schlägt vor, Social-Media-Plattformen grundsätzlich technisch umzubauen. Die Fachpolitiker der Bundestagsfraktion und der Partei haben dazu ein Impulspapier vorgelegt, das drei klare Altersstufen für den Grad der Einschränkung vorsieht:
Für Kinder bis 14 Jahre fordert die SPD ein vollständiges Nutzungsverbot von Social-Media-Plattformen. Instagram, TikTok, Facebook und ähnliche Netzwerke sollen grundsätzlich nicht zugänglich sein.
Für Jugendliche ab 16 Jahren soll der Zugang zwar grundsätzlich möglich sein, allerdings in einer eingeschränkten Jugendversion. Diese soll vor allem keine algorithmisch gesteuerten Feeds oder Empfehlungssysteme enthalten. Ziel sei es, zentrale Sucht- und Manipulationsmechanismen auszuschalten.
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