Somalier ersticht Somalier: Gericht fällt milderes Urteil, weil bereits Blutgeld gezahlt wurde

vor etwa 1 Jahr

 Somalier ersticht Somalier: Gericht fällt milderes Urteil, weil bereits Blutgeld gezahlt wurde
Bildquelle: NiUS

Das Landgericht Berlin hat im Fall des 25-jährigen Somaliers Abdi A. ein milderes Urteil gefällt, weil die Familie des Täters ein Blutgeld in Höhe von 100.000 US-Dollar an die Angehörigen des Opfers, Abdihannan M., gezahlt hatte. Das geht aus dem Gerichtsurteil im Falle des Tötungsdelikts vom 23. Juni hervor, der NIUS vorliegt.

Demnach heißt es in dem Urteil: „Zu einem nicht bekanntgeworden Zeitpunkt vor dem Auftakt der Hauptverhandlung einigten sich die Herkunftsfamilien des Geschädigten und des Angeklagten in Äthiopien auf die Zahlung eines sogenannten Blutgeldes in Höhe von 100.000 US-Dollar.“ Mit dieser Summe, die der Vater des Angeklagten nur unter großen Mühen, unter anderem durch den Verkauf nahezu sämtlicher Vermögenswerte und durch die Aufnahme von Privatkrediten in erweitertem Familienumfeld aufbringen konnte, heißt es weiter, „wollte er verhindern, dass die Familie des Geschädigten Blutrache an einem der drei Brüder des Angeklagten nehmen würde.“

Die Uhlandstraße in Westberlin verbindert Wilmersdorf mit Charlottenburg – hier kam es im Juni 2024 zu einem Tötungsdelikt im Asylbewerber-Milieu.

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