Das Magazin „Focus“ spricht bereits von einer „Sondergerichtszone Bamberg“. Die sorgt weiterhin für Schlagzeilen: Nach dem Skandal-Urteil gegen DK-Chefredakteur David Bendels ist jetzt zur Abwechslung wieder der durch die „Schwachkopf“-Affäre bundesweit bekannt gewordene Rentner Stefan Niehoff dran. Sein Fall wirft ein Schlaglicht auf einen mutmaßlich parteipolitischen Klüngel in der Bamberger Justiz!
Dem neuen Verfahren gegen Rentner Niehoff vor dem Amtsgericht Haßfurt (Unterfranken) war ein Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Bamberg (Oberfranken) vorangegangen. Zwischen den beiden juristischen Institutionen, also dem Amtsgericht Haßfurt und der Staatsanwaltschaft Bamberg, gibt es nach Recherchen der „Jungen Freiheit“ (JF) eine personelle Klammer: die CSU-Politikerin Ursula Redler!
Die promovierte Juristin ist nicht nur stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Stadtrat von Bamberg, sondern seit dem 1. Februar 2025 auch Direktorin des Amtsgerichts Haßfurt. Redlers Parteifreund, CSU-Landesjustizminister Georg Eisenreich, hatte sie Anfang des Jahres auf diesen Posten befördert.
Die Bamberger CDU-Politikerin ist damit die Chefin des Gerichts, das über Niehoff jetzt im Zusammenhang mit anderen von der bayerischen Justiz inkriminierten Netzbeiträgen entscheidet.
Die Konstellation ist deshalb so pikant, weil Redler bis zu ihrer Berufung an das Amtsgericht Haßfurth Oberstaatsanwältin in Bamberg war – und damit Vorgesetzte derjenigen Staatsanwälte, die nicht nur für den Strafbefehl gegen Niehoff und dessen Hausdurchsuchung wegen des „Schwachkopf“-Memes verantwortlich sind, sondern auch in der Causa David Bendels eine Rolle spielen.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











