In Deutschland verfällt man bei den Polit-Stars hinter dem Pazifik, die meist so viel mehr Ausstrahlung besitzen als unsere Steinmeiers, Merkels oder Wadephuls, schnell ins Schwärmen – das gilt sowieso für die Redaktionsstuben der Republik – reicht aber durch das gesamte politische Gewerbe und betrifft dabei sowohl links als auch rechts.
Für die linke Seite kommt nach Barack Obama und Kamala Harris jetzt Zohran Mamdani – der gewählte Bürgermeister von New York City. Der Sohn eines Postkolonialismus-Experten versteht sich als Sozialist, gibt aber genauso offen zu, dass für ihn politisch prägend vor allem der Kampf gegen Israel ist. Darüber hinaus ist er auch noch Muslim.
In der Diversity-Skala ist er also für einen Mann recht weit oben – Grund genug für kaum verhohlene Euphorie bei deutschen Sozialisten, Sozialdemokraten, Linksliberalen und im journalistischen Metier bei den Auslandskorrespondenten. In der ohnehin schon linken taz fragt man sich bereits, ob Mamdani nicht der „Messias“ sei. In der Süddeutschen Zeitung möchte man derweil erklären, weshalb der Demokrat solche Euphorie auch in Europa auslösen würde und titelt: „So einen hätte man hier auch gerne“.
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