In der MDR-Sendung Fakt ist! warnte der Soziologe Matthias Quent am Mittwochabend vor einer „Instrumentalisierung“ des Anschlags auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt. Thema der Sendung waren die Erkenntnisse und noch offene Fragen rund um die Todesfahrt des in Saudi-Arabien geborenen Taleb al-Abdulmohsen am 20. Dezember, bei der sechs Menschen getötet und weit über 200 verletzt wurden.
In diesem Zusammenhang wurde auch die Migration nach Deutschland in der Sendung thematisiert. Moderatorin Anja Heyde konfrontierte Quent, der als Professor an der Hochschule Magdeburg-Stendal lehrt, mit Stimmen aus der Bevölkerung. Viele Bürger würden sich wieder einen Weihnachtsmarktbesuch ohne Betonbarrieren wünschen und „wenn es keine Zuwanderung gebe, keine Migration, dann hätten wir diese Probleme nicht.“
Doch für Quent fällt dieses Argument aus der Reihe. „So ein schreckliches, emotionalisierendes, katastrophales Ereignis ist ein Trigger-Ereignis“, in dessen Folge es auch zur „Instrumentalisierung“ des Anschlags gekommen sei. Die Gefahr, auf einem Weihnachtsmarkt zu sterben, sei statistisch betrachtet „vernichtend gering“, gab der Professor zu bedenken. „Wenn man ins Auto steigt, am Straßenverkehr teilnimmt, ist das Risiko 130-mal höher, und da machen wir uns nicht jedes Mal Gedanken darüber.“
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











