Der brasilianische Präsident Lula da Silva will seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin überreden, am Donnerstag (15.Mai) nach Istanbul zu reisen und an den Gesprächen zur Beilegung des Ukraine-Konflikts teilzunehmen. Der Politiker wird von der französischen Regionalzeitung „Ouest-France“ mit den Worten zitiert: „Ich werde versuchen, mit Putin zu sprechen. Es kostet mich nichts, ihm zu sagen: ‚Hey, Genosse Putin, fahr nach Istanbul, um Himmels willen‘.“
Kremlsprecher Dmitri Peskow zufolge bewertet Moskau allerdings „nur Aussagen von Präsident Putin, der vorgeschlagen hat, am Donnerstag in Istanbul Gespräche zwischen den Delegationen zu führen“. Vorerst werde der Kreml die Zusammensetzung der russischen Delegation bei den möglichen Gesprächen in Istanbul nicht offenlegen, so Peskow. Er hält es allerdings für eher wahrscheinlich, dass Außenminister Sergei Lawrow die russische Abordnung anführt.
Unterdessen hat der deutsche Riesenstaatsmann, Bundesaußenminister Johann Wadephul, Russland erneut mit „Konseqenzen“ gedroht. Putin „müsse“ in Istanbul erscheinen, meinte der äußerlich wie politisch in den 80er Jahren stehen gebliebene CDU-Politiker. Falls Putin auf das Gesprächsangebot des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nicht eingehen sollte, drohte Wadephul mit weiteren Schritten – welcher Art, ließ er offen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











