Die Vorsitzende des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und frühere Bundestagsabgeordnete der Grünen, Kerstin Andreae, forderte am Montag im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland die Einrichtung einer nationalen strategischen Erdgasreserve. Andreae verwies dabei auf die Notwendigkeit eines belastbaren Puffers, um externe Schocks in der deutschen Energieversorgung abzufedern.
Mit dieser Forderung schloss sich der BDEW ausdrücklich der Position der Bundesnetzagentur an, deren Präsident Klaus Müller (ebenfalls ein ehemaliger Grünen-Politiker) bereits in der vergangenen Woche im dpa-Gespräch für eine solche strategische Reserve plädiert hatte.
Auch aus der Wirtschaft kommen ähnliche Signale. Der Oldenburger Energieversorger EWE hält die Zeit ebenfalls für reif, über zusätzliche Kriseninstrumente zu sprechen und den Beispielen anderer europäischer Länder zu folgen. Österreich, Frankreich oder Polen verfügen bereits über strategische Gasreserven, die als Absicherung gegen Versorgungskrisen dienen.
Es ist bemerkenswert, dass in Deutschland grundlegende Fragen des Energiemarktdesigns und der Absicherung der Netze mit grundlastfähiger Energie über Jahre hinweg weitgehend ausgeblendet wurden – eine Folge ideologisch geprägter Entscheidungen, für die auch der damalige Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck politisch Verantwortung trägt.
Die aktuellen Zahlen unterstreichen die Brisanz der Lage. Die Gasspeicherbestände in Deutschland leeren sich derzeit angesichts der kühlen Witterung im Durchschnitt um etwa ein Prozent pro Tag und liegen aktuell bei einem Gesamtfüllstand von knapp über 30 Prozent.
ERFURT: Massen-Proteste gegen AfD-Parteitag! Einzelne Krawalle! Weidel hat mehr Macht I WELT STREAM











