Wer in den USA unterwegs ist und dabei eine Tankstelle betritt oder in einem Motel übernachtet, dem fällt eines besonders auf: Der Großteil von Tankstellen- und Motelbetreibern ist indischer Abstammung. Das ist auf den ersten Blick überraschend, denn sonst sieht man, gerade im ländlichen Amerika, nur wenige Inder. Wer allerdings den Hintergrund der wachsenden Dominanz von indischen Motel- und Tankstellenbetreibern kennt, ist allenfalls noch von der Naivität der amerikanischen Behörden überrascht, die diese Entwicklung auf Kosten des amerikanischen Steuerzahlers jahrzehntelang subventionierten.
Denn indische Einwanderer haben in den letzten Jahrzehnten ein Geschäftsmodell daraus gemacht, mithilfe staatlicher Darlehen ein Motel nach dem anderen aufzukaufen. Mehr als die Hälfte aller amerikanischen Motels gehören ihnen mittlerweile, bei Tankstellen zeigt sich ein ähnliches Bild. Besonders das sogenannte „8(a) Verfahren“ der Small Business Administration (SBA), einer Bundesbehörde für die Förderung kleiner Unternehmen, war dafür ausschlaggebend, denn es ist ein einfacher Weg für Migranten, an große Kredite zu geringen Zinsen zu gelangen. Ursprünglich war es dafür gedacht, Kleinunternehmern, die Schwierigkeiten hatten, an Kapital zu kommen, Darlehen bereitzustellen, um Unternehmen zu gründen oder zu übernehmen.
Die einfachen Voraussetzungen: Man muss zu einer „sozial und ökonomisch“ marginalisierten Minderheit gehören, und das eigene Vermögen darf nicht mehr als 750.000 Dollar betragen. Die erste Hürde war für indische Einwanderer leicht genommen, denn unter den Regeln des Programms gehören grundsätzlich alle Menschen ohne europäischen ethnischen Hintergrund zu einer solchen Minderheit. Wer also nicht weiß ist, gilt automatisch als „sozial und ökonomisch“ benachteiligt, ohne dies irgendwie nachweisen zu müssen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











