Stellantis als Schauplatz französisch-italienischer Rivalität

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Stellantis als Schauplatz französisch-italienischer Rivalität
Bildquelle: Tichys Einblick

Stellantis ist in der Krise – und die italienische Regierung nutzt das aus. Noch vor wenigen Monaten wollte Ex-Chef Carlos Tavares der Ministerpräsidentin Giorgia Meloni Forderungen stellen: mehr Subventionen, mehr Förderung von E-Mobilität. Sonst könne man den Umzug in billigere Länder nicht ausschließen.

Seit dieser Machtprobe hat sich viel getan. Damals hatte Tavares noch über Volkswagen gelästert. Stellantis dürfe nicht wie VW enden. Jetzt ist der Autokonzern mit seinen 14 Marken selbst in die Enge getrieben worden. Und Tavares, der bei der hohen europäischen Politik Sprüche klopfte, musste zuerst eine Nicht-Verlängerung seines Vertrages hinnehmen – und ist jetzt vorzeitig gegangen.

Tavares hinterlässt kaputtes Geschirr insbesondere in Rom. Das Zusammengehen von Peugeot und Fiat hat man dort seit der Fusion kritisch beäugt. Fiat ist kein Staatskonzern, aber er ist ein italienischer Konzern, der eng mit dem italienischen Staat verwoben ist. Die Familie Agnelli spielt eine Mehrfachrolle zwischen den Feldern von Wirtschaft, Politik und internationaler Einflussnahme.

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