Die FDP-Europapolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat in einem Interview mit dem Spiegel den angekündigten Abzug von mehr als 5.000 US-Soldaten aus Deutschland als eine offensichtlich politische Geste beschrieben. Der Abzug der Soldaten sei nicht militärisch-strategisch motiviert, vielmehr wolle US-Präsident Donald Trump Bundeskanzler Friedrich Merz schlicht „den Mittelfinger“ zeigen, so Strack-Zimmermann in dem Interview.
Strack-Zimmermann warnte zugleich davor, dass die USA den sicherheitspolitischen Wert der US-Präsenz in Deutschland unterschätzen würden. So seien die amerikanischen Stützpunkte nicht nur für die Verteidigung Europas zentral, auch als Logistik-, Transport- und Kommandozentren für weltweite Operationen sei die Stationierung in Deutschland wesentlich. Dass die USA und Trump diese strategische Bedeutung ausblendeten, sei das eigentlich „Besorgniserregende“, so die FDP-Politikerin.
Strack-Zimmermanns Kritik gilt dabei auch Bundeskanzler Merz. Trump und Bundeskanzler Merz waren zuletzt deutlich aneinandergeraten: Mehrfach hatte Merz kritische Aussagen über die Kriegsstrategie des US-Präsidenten gemacht, unter anderem, dass die USA bei den Verhandlungen zur Beendigung des Krieges gedemütigt würden. Trump schoss über Truth Social zurück, drohte mit Truppenabzügen und wies den Kanzler zurecht: Er solle sein „kaputtes Land“ reparieren, „vor allem bei Migration und Energie“.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











