Am 24. Mai sorgte ein Video bundesweit für Schlagzeilen: Es zeigt eine Gruppe von Männern, die in der Sylter Prominenten-Bar „Pony“ Parolen und rassistische Gesänge grölen. Einer der Männer, die auf dem Video zu sehen sind, spricht jetzt im Stern erstmals über die Folgen dieses Abends für sein Leben.
Sein Job sei ihm gekündigt worden, sagt der Mann, den der Stern „Thomas Jedermann“ nennt, weil er anonym bleiben will. Kurz nach Veröffentlichung des Videos begann eine Hetzjagd auf ihn. Er war erkannt und mit Klarnamen genannt worden. Zahlreiche Menschen hinterließen auf dem Instagram-Profil seines Arbeitgebers öffentliche Kommentare wie diesen: „Ich bin sowohl Geschäftskundin als auch Privatkundin, ich erwarte eine sofortige Trennung von Thomas Jedermann, sonst werde ich umgehend alle meine Verträge kündigen.“
In den folgenden Tagen kam der Arbeitgeber auf ihn zu und wollte wissen, was geschehen sei. Er machte klar, dass er nicht mitgegrölt habe und nur am Rande der Gruppe stand. Trotzdem wurde er entlassen. Er war zehn Jahre bei der Firma gewesen. Seine berufliche Karriere sei durch dieses Video zerstört, sagt er zu der Juristin der Personalabteilung. „Am Schluss werden Sie feststellen, dass es einen Unschuldigen trifft.“
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