Am Dienstagabend wurde bei Markus Lanz auch über die Ukraine-Hilfen der USA gesprochen. Der Wirtschaftswissenschaftler Rüdiger Bachmann sagte, dass er es für möglich halte, dass in den USA von J. D. Vance eine „christlich-nationalistische Oligarchie“ angestrebt werde und dann „kann man eigentlich nicht ertragen, dass Europa als funktionierender Hort der liberalen, republikanischen Demokratie übrig bleibt“. Bachmann lehrt an der University of Notre Dame in Michigan.
Über das Treffen von Selenskyj und Trump sagte Bachmann, dass es um amerikanische Innenpolitik gegangen sei. Seiner Ansicht nach wollte man pro-ukrainische Stimmen bei den Republikanern schwächen. Lanz fragte nach, wie die einfachen konservativen Amerikaner, die Selenskyj unterstützen, „weil die sagen, der verteidigt sozusagen unsere freie Welt“, das Gespräch vom Freitag sehen würden.
„Dieses alte Amerika, ich nenne es mal das anständige Amerika, wie schaut das auf das, was da gerade passiert?“, fragte Lanz. Elmar Theveßen, der Leiter des ZDF-Studios in Washington, wies darauf hin, dass mehrere tausend Amerikaner in Washington D. C. für Selenskyj demonstriert hätten. „Es ist am Ende immer eine Mischung: Es geht einerseits um die Ukraine, aber es geht andererseits auch vor allen Dingen um das, was Donald Trump im Land macht“, so Theveßen.
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