Toxische Beziehung in Baden-Württemberg: Die CDU unterwirft sich den Grünen

vor 4 Monaten

Toxische Beziehung in Baden-Württemberg: Die CDU unterwirft sich den Grünen
Bildquelle: Apollo News

Für die Christdemokraten ist die Landtagswahl in Baden-Württemberg ein Schock. Monatelang lag die CDU in den Umfragen vorne. Dass ihr jugendlich-frisch wirkender Spitzenkandidat Manuel Hagel den amtsmüden Grünen Winfried Kretschmann beerben wird, galt als ausgemacht. Also setzten sie auf einen Wahlkampf, der diesen Namen nicht verdient hat: Es war kein Kampf, weder um Inhalte noch um Personen, sondern ein merkelhaftes Einlullen der Wähler, bei dem die CDU keinen Konflikt mit den Grünen wagte – aus Angst davor, zwischen Schwarz und Grün schwankende Wähler zu verschrecken. Doch das ging schief. Denn davon profitierte nicht Hagel, sondern Cem Özdemir.

Das mit Abstand wichtigste Thema im wohlstandsverwöhnten Südwesten der Republik ist der längst spürbare und sich bald weiter beschleunigende industrielle Niedergang. Er ist das Resultat fundamentaler politischer Fehlentscheidungen, die wiederum das Ergebnis der christdemokratischen Unterwerfung unter die ideologische Herrschaft der Grünen sind: Atomausstieg, Verbrennerverbot und eine auf Verzicht und Beschränkung setzende Klimapolitik.

Als industrieferne Lehrerzimmerpartei schafften es die Grünen, ihre esoterischen Ideen vom Leben nach dem Rhythmus der Natur zur bestimmenden Linie deutscher Regierungspolitik zu machen. Dieser Siegeszug ging von Baden-Württemberg aus. Es war der drohende Wahlerfolg Winfried Kretschmanns, der Angela Merkel 2011 dazu brachte, ihre vernunftgeleitete Energiepolitik den irrationalen Ängsten der Anti-Atom-Hysteriker zu opfern. Es ging schief. Kretschmann gewann trotzdem.

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