Transgender-Verbot: Wie Trump und der Fall Imane Khelif das Olympische Komitee unter Druck setzen

vor 8 Monaten

Transgender-Verbot: Wie Trump und der Fall Imane Khelif das Olympische Komitee unter Druck setzen
Bildquelle: NiUS

Der Druck auf das Olympische Komitee wächst: Nach dem Sport-Skandal um den als Frau angetretenen Boxer Imane Khelif und dem darauffolgenden Krimi um den ehemaligen IOC-Präsidenten Thomas Bach denkt das Komitee nun über ein Verbot von Männern in den Frauen-Kategorien nach. Doch auch Trumps Politik spielt eine Rolle bei dem Kurswechsel.

Nach dem Skandal um „Box-Olympiasiegerin“ Imane Khelif – dem Mann, der im Frauen-Boxen Gold gewann – und anhaltender Kritik an „woken“ Regelungen vollzieht das IOC nun einen deutlichen Kurswechsel. Unter Präsidentin Kirsty Coventry soll künftig die biologische Realität wieder stärker zählen als die Geschlechtsidentität. Los Angeles 2028 könnte zur Zäsur für den internationalen Frauensport werden.

Der algerische Boxer Imane Khelif gewann bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 Gold im Frauen-Boxen.

Ein radikaler Kurswechsel bahnt sich im internationalen Sport an: Das Internationale Olympische Komitee (IOC) diskutiert eine grundsätzliche Sperre für Transgender-Frauen bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles.

Bisher durfte jede Sportart selbst entscheiden, ob Transgender-Athletinnen teilnehmen dürfen – Voraussetzung war, dass ihr Testosteronwert unter einem bestimmten Grenzwert liegt. Doch diese Regelung steht nun auf der Kippe.

Unter der seit Ende Juni 2025 amtierenden IOC-Präsidentin Kirsty Coventry, einer Schwimm-Olympiasiegerin aus Simbabwe, wird über eine einheitliche Regelung für alle Disziplinen diskutiert. Ziel: eine klare Trennung der Geschlechterkategorien, um künftige Streitfälle zu vermeiden.

Kirsty Coventry, eine Schwimm-Olympiasiegerin aus Simbabwe, ist neue IOC-Präsidentin.

Schon unmittelbar nach ihrem Amtsantritt verkündete Coventry, dass es eine einstimmige Unterstützung der IOC-Mitglieder gebe, um eine einheitliche Regelung zu schaffen – und kündigte an, dass eine Arbeitsgruppe eingerichtet wird, die sich auf den Schutz des Frauensports konzentrieren soll, berichtete die britische Internet-Zeitung The Independent.

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