Die mittelständische Wirtschaft und die Familienunternehmen in Deutschland suchen händeringend Nachfolger für Betriebe. Ein Viertel der Studenten in Deutschland zieht es allerdings in den öffentlichen Dienst und nicht in die freie Wirtschaft. Schule, Politik und Medien tragen dazu bei, dass der Staatsdienst beliebt und Unternehmertum verschrien ist.
Drei Viertel aller Studenten wollen nach ihrem Studium angestellt arbeiten – nur 25 Prozent wünschen sich die Selbstständigkeit. Fast jeder Vierte bezeichnet den Öffentlichen Dienst bei einer Festanstellung als besonders attraktiv. Vor allem Frauen: Jede dritte Studentin (30 Prozent) kann sich einen Job beim Staat beziehungsweise bei den Bundesländern vorstellen, während das bei den Männern nur 17 Prozent wollen. Auch bei Jura-Studenten rangiert der Öffentliche Dienst bei 42 Prozent auf Platz eins der beliebtesten Branchen, fand die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft EY im Herbst in einer Umfrage heraus.
Erstsemester an der Uni Köln. Viele junge Leute haben von vornherein keine Lust auf Karriereleiter in der freien Wirtschaft und peilen einen Behördenjob an.
In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten, wie wir sie gerade erleben, ist der Wunsch nach Jobsicherheit erklärlich. Studenten erwarten im öffentlichen Dienst einen sicheren Job, attraktive Arbeitszeiten und zumeist auch eine ausgewogene Work-Life-Balance.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











