88 Milliarden Euro Steuereinnahmen allein im September. 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Und für die nächsten vier Jahre nochmal 120 Milliarden Euro mehr aus der Steuer, als ursprünglich erwartet. Zusätzlich zu den 850 Milliarden Euro aus der Schuldenorgie. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) ist als Goldgräber derzeit aktuell effektiver als Dagobert Duck seinerzeit in Alaska. Alles gut? Die schwarz-rote Regierung im Geldrausch?
Das kommt auf die Perspektive an. Aus der Perspektive des Finanzministers Lars Klingbeil (SPD) ist es erstmal erfreulich, dass von September 2024 auf September 2025 die Steuereinnahmen von 86,2 auf 88,4 Milliarden Euro gestiegen sind – einem Plus von 2,6 Prozent. Doch zum einen entspricht dieser Anstieg in etwa der Inflationsrate, also der allgemeinen Preissteigerung. Und zum anderen greift eine alte Regel:
Das Geld ist zwar da, aber es fehlt jetzt jemand anderem. Medien, die von Klingbeils Mehreinnahmen berichten, nehmen dessen Perspektive ein und tun so, als ob der besonders erfolgreich gearbeitet hätte, weil er so clever ist, morgens als Erster ins Büro kommt und abends als Letzter geht. Die Perspektive des Lesers, Hörers oder Zuschauers lautet: Der Staat presst den Arbeitnehmern so viel Steuern ab wie nie. Obwohl die Wirtschaft stagniert und der private Konsum schwächelt. Vor allem, wenn es um große Investitionen geht wie etwa einen Hausbau.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











