Am Freitag wurde Friedrich Merz bei einer Podiumsdiskussion auf dem Katholikentag von jungen Menschen ausgebuht und ausgepfiffen. Es kam zu tumultartigen Szenen, der Moderator hatte Schwierigkeiten, die Störer zu beruhigen und die Situation unter Kontrolle zu bringen. Ein junger Mann hatte Merz gefragt, ob er verstehe, dass junge Menschen frustriert seien, wenn sie einerseits als faul bezeichnet würden und andererseits immer höhere Sozialkosten und höhere Mieten stemmen müssten.
Daraufhin antwortete der Bundeskanzler: „In meiner Partei hat noch niemand gesagt, dass die Menschen faul sind.“ Es gab vereinzelt Gelächter und Buhrufe aus dem Publikum. Merz setzte an, weiter zu antworten, doch die Situation schaukelte sich weiter hoch. Jemand rief weiter aus dem Publikum herein, es waren Trillerpfeifen und Buhrufe zu hören. Mehrfach setzte der Bundeskanzler an, um zu antworten, konnte aber wegen des Lärms nicht weiterreden.
Der Moderator wandte sich an die Störer und sagte, dass die Themen, die junge Menschen bewegten, gehört würden. Doch man solle sich an die Regeln des Austauschs halten. Großer Applaus aus dem Publikum. Doch es gab weiter Störrufe. „Das ist, was ich mit Toleranz gemeint habe. Das hat mit Toleranz nichts mehr zu tun“, sagte Merz zu dem Tumult. Mehrfach musste der Moderator diejenigen, die hereinriefen, zurechtweisen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











