NIUS blickt in dieser Woche auf die Asylindustrie in Deutschland. Auch die Kirchen spielen dabei eine entscheidende Rolle. In der Flüchtlingskrise haben sie sich weiter politisiert und sich einseitig auf die Seite der Regierungen geschlagen. Ihre Wohlfahrtsverbände erhalten erhebliche staatliche Gelder. Mit der sogenannten „zivilen Seenotrettung“ fördert die EKD die illegale Einwanderung. Zusätzlich fordert sie sogar den Rechtsstaat heraus: mit dem Kirchenasyl für Migranten, die eigentlich abgeschoben werden sollen.
Vor fast genau drei Jahren veröffentlichte die Deutsche Bischofskonferenz ein „Gemeinsames Migrationswort: Migration menschenwürdig gestalten“. Darin hieß es unter anderem: „Als Kirchen setzen wir uns nachdrücklich für eine europäische Flüchtlingspolitik ein, die sich an den Menschenrechten orientiert.“ Deutschland sei ein „kulturell vielfältiges Einwanderungsland“, und „in der Migrationsgesellschaft sind Integration und Solidarität gefragt, um soziale Teilhabe und ein Zugehörigkeitsgefühl zu ermöglichen.“
Die Kirchen sollten sich besonders gegen Menschenhandel, für zivile Seenotrettung, die Rechte von geflüchteten Frauen und Minderjährigen und das Recht auf Bildung und medizinische Versorgung von Menschen ohne Papiere einsetzen. Auch das Kirchenasyl als letzter Ausweg sei legitim. Kritiker wurden als „menschenfeindlich“ gegeißelt. Selbst das traditionell symbiotische Verhältnis zur CSU ist so im Laufe der Jahre unter die Räder gekommen. Und im Mai dieses Jahres nannten 700 Vertreter beider großen Kirchen die Asylpläne der CDU „unchristlich“.
Die Fernstenliebe fordert erhebliche Opfer von der einheimischen Bevölkerung, die jedoch von den Kirchen nicht adressiert werden. Die schrankenlose Migration wird uneingeschränkt unterstützt. Die Aufnahme von Flüchtlingen finde aus christlicher Sicht „ihre Grenze da, wo es zur Selbstaufgabe kommt“, sagte Annette Kurschus, die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, vor einem Jahr. Und diese Grenze sei „noch lange nicht erreicht“. Die Evangelische Kirche lehnt Obergrenzen und Einschnitte im Asylrecht ebenso ab wie die Auslagerung von Asylverfahren in Drittstaaten.
Erst bei der „Selbstaufgabe“ sei eine Obergrenze erreicht, meint Annette Kurschus, Praeses der Evangelischen Kirche von Westfalen und Vorsitzende des Rates der EKD.
Mitunter mutiert die Migration der von massenhaften Austritten gebeutelten Kirchen zum reichlich skurrilen Fetisch. 2016 diente ein sieben Meter langes altes Flüchtlingsboot aus Malta bei der Fronleichnamsmesse vor dem Kölner Dom als Altar – nur einen Steinwurf entfernt von dem Ort, an dem ein knappes halbes Jahr zuvor in der Silvesternacht massenhafte sexuelle Übergriffe von jungen Migranten aus dem arabischen und nordafrikanischen Raum begangen worden waren.
Kardinal Rainer Maria Woelki, seit 2014 Erzbischof von Köln, feierte die Fronleichnamsmesse 2016 mit einem Flüchtlingsboot als Altar.
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