Universität Hamburg prüft Hinweise auf wissenschaftliches Fehlverhalten bei Brosius-Gersdorf

vor 12 Monaten

Universität Hamburg prüft Hinweise auf wissenschaftliches Fehlverhalten bei Brosius-Gersdorf
Bildquelle: Apollo News

Die Universität Hamburg prüft Hinweise auf mögliches wissenschaftliches Fehlverhalten bei der Juristin Frauke Brosius-Gersdorf. Das bestätigte ein Sprecher der Hochschule dem Tagesspiegel. Auch zu wissenschaftlichen Arbeiten ihres Ehemanns, des Leipziger Professors Hubertus Gersdorf, lägen Hinweise vor. Beide hatten ihre Schriften in Hamburg eingereicht. Die zuständige Ombudsstelle prüft die Angaben „im Zusammenhang mit der aktuellen medialen Berichterstattung“, so die Universität.

Laut Satzung der Universität erfolgt zunächst eine vertrauliche Vorprüfung durch ein Gremium aktiver Hochschullehrer. Geprüft würden Hinweise „unter Plausibilitätsgesichtspunkten auf Konkretheit und Bedeutung sowie auf mögliche wissenschaftsferne Motive des Hinweisgebers“.

Brosius-Gersdorf war von der SPD als Kandidatin für das Bundesverfassungsgericht nominiert worden. Die für den 11. Juli angesetzte Wahl im Bundestag wurde kurzfristig abgesagt, nachdem Abgeordnete der Unionsfraktion angekündigt hatten, Brosius-Gersdorf die Zustimmung zu verweigern. Im Mittelpunkt der Kritik standen zunächst juristische Positionen zur Abtreibung. In einem Aufsatz hatte Brosius-Gersdorf ausgeführt, es gebe „gute Gründe“ dafür, dass die Menschenwürde erst mit der Geburt beginne. Am Tag der geplatzten Wahl verwies die Unionsfraktion zusätzlich auf Plagiatsvorwürfe, die kurz zuvor öffentlich geworden waren.

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